Das verlorene Paradies Beiträge

5. November 2013

Lesedauer
2 Minuten

 

Falschmeldung der Woche

Der von deutschen Bischöfen finanzierte Weltbild-Verlag, der seit längerem aufgrund des Vertriebes esoterischer und pornographischer Artikel in der Kritik steht, soll von Grund auf christlich erneuert werden. Dazu ist ein Umbau in Höhe von 180 Millionen EUR geplant, der aufgrund landesüblicher Budgetüberschreitungen in Deutschland von Insidern bereits auf eine halbe Milliarde EUR geschätzt wird.

27. September 2013

Lesedauer
4 Minuten

Weltgeschichte der Sklaverei
von Egon Flaig

Manch einer mag sich schon einmal gefragt haben, warum mit Afrika ein gesamter Kontinent seit Menschengedenken nicht richtig zu prosperieren in der Lage ist. Zwar findet sich schnell die europäische Kolonialpolitik als Schuldiger, doch auf die Frage wie es dort vorher bestellt war, werden die Antworten spärlich. Einigen mag vielleicht die Antike noch ein Begriff sein, insbesondere Ägypten sowie der fruchtbare Norden am Mittelmeer, doch breitet sich ansonsten ein weitgehend blinder Fleck über mehr als tausend Jahre Geschichte auf dem „schwarzen Kontinent“ aus.

24. September 2013

Lesedauer
3 Minuten

Mein Leben lange habe ich nicht gewählt, das begann schon in der Schule, als ich mir aufgrund meiner Enthaltung bei Klassensprecherwahlen Ärger eingehandelt habe.

Da ich mit meiner Einstellung nicht hinter dem Berg halte, musste ich mir seit dem schon vieles anhören, auch wenn in den letzten Jahren das Verständnis allgemein gestiegen ist, man vielleicht schon von einem Trend, bzw. einer Mode zum Nichtwählen sprechen kann. (Zumindest gibt es mit Rainald Grebe mittlerweile schon eine eigene Nichtwähler-Hymne)

17. Juni 2013


Lesedauer
2 Minuten

Nach Heidegger ist Sein des Daseins die Sorge. Beliebter ist heutzutage jedoch eher das sich Sorgen machen.
Etwas besorgen heißt, etwas aktiv angehen, einer Tätigkeit nachgehen. Besorgt sein drückt eine passive Haltung aus. Wenn wir um etwas besorgt sind, dann mag daraus Aktivität folgen, muss sie aber nicht. Es kann auch ein gedankliches Um-Sich-Selbst-Kreisen sein. Dort wird es pathologisch.

19. März 2013

Lesedauer
2 Minuten

An Bemerkungen, Notizen, Reportagen und Meinungen zum „neuen“ Papst herrscht kein Mangel. Viele Kommentatoren sind von der menschlichen Ausstrahlung des Jorge Mario Bergoglio schier begeistert, es gibt aber auch nicht wenige kritische Stimmen: Einige sehen gewisser Formlosigkeiten wegen gleich das Amt des Papstes, also das Papsttum selbst beschädigt, andere meinen in der öffentlich zur Schau gestellten Bescheidenheit eine subversive Form des Hochmutes zu erkennen und wiederum andere raten abzuwarten wie sich die Dinge entwickeln – dem Neuen müsse erst einmal eine Chance gegeben werden.

28. Februar 2013


Lesedauer
< 1 Minute


„Liebe Brüder und Schwestern, ich fühle, wie dieses Wort Gottes in diesem besonderen Augenblick meines Lebens besonders an mich ergeht. Der Herr ruft mich, den ‚Berg hinaufzusteigen’, mich noch mehr dem Gebet und der Betrachtung zu widmen. Doch dies bedeutet nicht, die Kirche zu verlassen, im Gegenteil. Wenn Gott dies von mir fordert, so gerade deshalb, damit ich fortfahren kann, ihr zu dienen, mit derselben Hingabe und mit derselben Liebe, mit denen ich es bis jetzt versucht habe, aber in einer Weise, die meinem Alter und meinen Kräften angemessener ist.“

21. Februar 2013


Lesedauer
2 Minuten
Spätestens seit den Mohamed-Karikaturen weiß man: Den Islam parodiert man nicht (ungestraft). Doch der Schein trügt. Die bedeutendste Persiflage auf muslimische Politik findet direkt vor unseren Augen statt, nur kaum einer erkennt sie als solche!

11. Februar 2013


Lesedauer
< 1 Minute

Nun beginnt eine Zeit überflüssiger Kommentare überbezahlter Kommentatoren, die wortreich kommentieren, was sie nicht verstehen und sie nichts angeht.
6. Februar 2013


Lesedauer
3 Minuten
Gestern erhielt ich eine Mail in Bezug auf den erneuten Fall einer Aberkennung der Doktorwürde bei einer Person des öffentlichen Lebens, in der es heißt:

„Über vielen Tausenden hängt jetzt möglicherweise das Damoklesschwert des Verlustes der Promotion, was vermutlich auch ein nicht unerhebliches Erpressungspotential zur Folge hat, besonders wenn es keine Verjährungsfrist gibt.“

Damit sind die drei Kernaussagen zu diesem Thema wohl treffend skizziert, wenn auch dramatisch zugespitzt. Ich werde im Folgenden zu jedem dieser Aspekte ein paar Gedanken zusammenfassen.

28. Januar 2013


Lesedauer
2 Minuten
oder
Warum Frauen in Deutschland Burkas tragen sollten

Natürlich ist das Thema an sich nicht der Rede wert; auch nicht, wenn es von den Öffentlich-Rechtlichen als Bildungsthema entdeckt worden ist und erst recht nicht jetzt, wo der Hype schon wieder abgeflaut ist – doch sollte man sich gesellschaftlich anerkannten Trends nicht verweigern: z.B. dem „Nachtreten“.

Gerade heute ist es populär wie nie, jemandem der am Boden liegt noch „eins mitzugeben“. Einfachere Gemüter mögen da an dunkle U-Bahn-Bahnhöfe denken, andere eher an geschliffene Reden in Talkshows, nicht selten in Bezug auf kirchenpolitische Themen, doch wie der aktuelle Fall zeigt, sind selbst Politiker am Rande der Bedeutungslosigkeit nicht davor gefeit, öffentlich medial hingerichtet zu werden, ohne Rücksicht auf Privates oder gar Familiäres.

Auch wenn nun also dieses Thema schon von allen Seiten beleuchtet und breitgetreten auf der Straße liegt, schließe ich mich an, die markantesten Eckpunkte noch einmal aufzukochen und mit eigenen Assoziationen zu spicken.