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Der Garten Eden
Glaube denen, die die Wahrheit suchen, und zweifle an denen, die sie gefunden haben. (André Gide, französischer Schriftsteller, 1869-1951)
Der Paradiesgarten, der Garten Gottes, war vollkommen und gut, so heisst es. Nach dem Verlust ist heute jedoch das Wahre und Gute in weite Ferne gerückt, die Freuden der Natur sind durch Gefahren, Krankheit und Tod verdorben; der einstige Glanz findet nur noch getrübt den Weg zu uns. Doch ganz verlassen sind wir nicht: indem wir unseren Blick erheben, das Schöne pflegen, durch Kultur den Schatten der Natur vertreiben, schaffen wir Kunst. Wir fangen Funken vergangenen Lichtes ein und können durch Veredelung einen neuen Garten wachsen lassen - ein Abbild Edens wie wir ein Abbild Gottes sind.
Noch weiter weist das Christentum. In Christus (dem zweiten Adam) bietet uns der Schöpfer einen neuen Zugang zum verlornen Paradies. Er sendet seinen Beistand aus, den Geist, mit dem er seine Kirche als Hort für Kunst und Wissenschaft erbaut, als fruchtbaren Garten und Quell der Liebe, die über uns hinaus wächst.
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