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Die Monarchie, so heisst es, sei prinzipiell eine gute Regierungsform, wenn man einen guten Monarchen hat. Allein einen adäquaten Nachfolger zu finden, sei das Problem.
Die Monarchie, so heisst es, sei prinzipiell eine gute Regierungsform, wenn man einen guten Monarchen hat. Allein einen adäquaten Nachfolger zu finden, sei das Problem.
Gefakte Lebensläufe scheinen heute politisch opportun. Warum auch sollte man sich die Zukunft durch verpasste Bildungschancen, sog. Jugendsünden, verbauen lassen?
In einer Welt, in der man das Geschlecht nach Tageslaune wechseln kann, mutet die Festlegung auf einen einzigen Lebenslauf auch nicht mehr zeitgemäß an, eher gilt es, die Verbindlichkeit der Historie als patriarchal überkommene Struktur zu überwinden.
Kann man eigentlich juristisch belangt werden, wenn man eine Geschichte über die beleidigte Leberwurst vom Bosporus schreibt, den Namen Erdogan aber nicht erwähnt?
Vermutlich empfinden sich im Morgenland nicht wenige Persönlichkeiten oft derart tief beleidigt, dass sie sich gern mit dieser Auszeichnung schmücken würden. Doch bislang schweigt das Guinness-Buch der Rekorde, diesen Wettstreit zu entscheiden – als fürchte es den Zorn Schahriyârs.
Wer behauptet, wir leben in Zeiten kurzer Texte, wo Informationen mehr zählen als Erklärungen und wo es aufgrund deren Vielzahl besondere Aufmerksamkeit erhaschende Zuspitzungen braucht um gehört zu werden, wird kaum überraschte Blicke ernten. „Powerpointisierung“ umschreibt diesen Zustand schon seit längerem in Wissenschaft, Politik und Gesellschaft.
Nicht nur kirchliche Dokumente, sondern alle Schriften, denen eine differenzierte Herangehensweise zu Grunde liegt, leiden darunter in zweifacher Weise:
Ob eine Religion das Opfer von Kinderblut als die wertvollste menschliche Gabe predigt, ob sie Kanibalismus begründet oder „nur“ ihre blutige weltweite Verbreitung, die mit Abschlachten und/oder Versklavung der Gegner einher geht, all das sind mögliche Ausdrucksformen.
Völlig unerheblich ist es dabei, ob eine Religion einen personalen Gott, ein göttliches Prinzip oder eine rein mechanische Weltordnung propagiert. Das Fehlen eines personalen Bezuges bürgt nicht für mehr Menschlichkeit, im Gegenteil – es degradiert Ethik zur (möglicherweise sogar disfunktionalen) Option.
Lesedauer 2 MinutenImmer wieder liest man, die deutsche Kanzlerin handle vornehmlich aus dem Motiv christlicher Nächstenliebe heraus. In wie weit das zutrifft ist allerdings mehr als fraglich.
Auf einmal redet jeder über die kölner Vorfälle an Silvester 2015/16, die ersten vier Tage herrschte großes Schweigen.
Dabei war erstaunlich, dass diesmal nicht nur die großen Medien durch Informationsenthaltung glänzten, sondern auch in den sozialen Netzwerken des Internets eine massive Unterdrückung von Augenzeugenberichten stattfand.
Über all das ist mittlerweile ausführlich berichtet worden, insbesondere auch über die Versäumnisse der Presse, die sich offensichtlich äußerst schwer tut, über Ereignisse zu berichten, die nicht ins politische Bild passen.
Lesedauer < 1 MinuteWer im Herbst ziellos durch die Welt läuft und von einem Lebkuchenhaus hört, dem kann man kaum vorwerfen, wenn er sich auf die Suche begibt.
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Lesedauer < 1 MinuteWenn ich im Berg oberhalb von mir Steinschlag höre, wäre es ein Zeichen unnötiger Sorge, sich nach einem Unterschlupf umzusehen.
Unbegründete Panik wäre es, die Beine in die Hand zu nehmen und gar unverantwortlich, meiner Begleitung irgendeine Gefahr einzureden.
Solange mich kein Stein trifft, ist alles in bester Ordnung.