Das verlorene Paradies Beiträge

19. Dezember 2016

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Die Geschichte von Scholz & Hensel ist nun wieder heraus aus den Schlagzeilen, das neue Thema ist der Kampf der Politik gegen sogenannte Falschmeldungen, also wieder mal ein Aufguss Orwells 1984.

Dennoch bleibt bei der Geschichte des kleinen Agenturangestellten, der es der großen Welt einmal zeigen wollte und der mit seiner Aktion „Kein Geld für Leute, die ich nicht mag“ wohl an den Falschen geraten ist, ein schaler Nachgeschmack, der sich von den anderen kurzlebigen Themen unterscheidet.

21. Oktober 2016

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„Share your Data“ soll ja nun das neue „Open-Source“ werden.

Sieht man diesen Trend skeptisch, wird einem häufig entgegnet, dass sich die Mentalität der Jugend ändert. Man käme weg von alten Vorstellungen des Privaten, hin zu einer globalen und offenen Haltung.

Tatsächlich hat sich in den letzten Jahre auch vieles in dieser Hinsicht getan, man denke nur an Telefonzellen, ohne deren geschlossener Türe man früher niemals private Gespräche geführt hätte.

10. August 2016

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Die Monarchie, so heisst es, sei prinzipiell eine gute Regierungsform, wenn man einen guten Monarchen hat. Allein einen adäquaten Nachfolger zu finden, sei das Problem.

21. Juli 2016

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Gefakte Lebensläufe scheinen heute politisch opportun. Warum auch sollte man sich die Zukunft durch verpasste Bildungschancen, sog. Jugendsünden, verbauen lassen?

In einer Welt, in der man das Geschlecht nach Tageslaune wechseln kann, mutet die Festlegung auf einen einzigen Lebenslauf auch nicht mehr zeitgemäß an, eher gilt es, die Verbindlichkeit der Historie als patriarchal überkommene Struktur zu überwinden.

20. Mai 2016

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Kann man eigentlich  juristisch belangt werden, wenn man eine Geschichte über die beleidigte Leberwurst vom Bosporus schreibt, den Namen Erdogan aber nicht erwähnt?

Vermutlich empfinden sich im Morgenland nicht wenige Persönlichkeiten oft derart tief beleidigt, dass sie sich gern mit dieser Auszeichnung schmücken würden. Doch bislang schweigt das Guinness-Buch der Rekorde, diesen Wettstreit zu entscheiden – als fürchte es den Zorn Schahriyârs.

10. April 2016

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Wer behauptet, wir leben in Zeiten kurzer Texte, wo Informationen mehr zählen als Erklärungen und wo es aufgrund deren Vielzahl besondere Aufmerksamkeit erhaschende Zuspitzungen braucht um gehört zu werden, wird kaum überraschte Blicke ernten. „Powerpointisierung“ umschreibt diesen Zustand schon seit längerem in Wissenschaft, Politik und Gesellschaft.

Nicht nur kirchliche Dokumente, sondern alle Schriften, denen eine differenzierte Herangehensweise zu Grunde liegt, leiden darunter in zweifacher Weise:

28. März 2016

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Ob eine Religion das Opfer von Kinderblut als die wertvollste menschliche Gabe predigt, ob sie Kanibalismus begründet oder „nur“ ihre blutige weltweite Verbreitung, die mit Abschlachten und/oder Versklavung der Gegner einher geht, all das sind mögliche Ausdrucksformen.

Völlig unerheblich ist es dabei, ob eine Religion einen personalen Gott, ein göttliches Prinzip oder eine rein mechanische Weltordnung propagiert. Das Fehlen eines personalen Bezuges bürgt nicht für mehr Menschlichkeit, im Gegenteil – es degradiert Ethik zur (möglicherweise sogar disfunktionalen) Option.

21. Februar 2016


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Immer wieder liest man, die deutsche Kanzlerin handle vornehmlich aus dem Motiv christlicher Nächstenliebe heraus. In wie weit das zutrifft ist allerdings mehr als fraglich.

5. Januar 2016

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Auf einmal redet jeder über die kölner Vorfälle an Silvester 2015/16, die ersten vier Tage herrschte großes Schweigen.

Dabei war erstaunlich, dass diesmal nicht nur die großen Medien durch Informationsenthaltung glänzten, sondern auch in den sozialen Netzwerken des Internets eine massive Unterdrückung von Augenzeugenberichten stattfand.

Über all das ist mittlerweile ausführlich berichtet worden, insbesondere auch über die Versäumnisse der Presse, die sich offensichtlich äußerst schwer tut, über Ereignisse zu berichten, die nicht ins politische Bild passen.

20. November 2015


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Wer im Herbst ziellos durch die Welt läuft und von einem Lebkuchenhaus hört, dem kann man kaum vorwerfen, wenn er sich auf die Suche begibt.