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Man kann sich dem Werk Tolkiens nicht nähern, ohne auf die theologischen Implikationen einzugegen. Eine rein säkulare Sicht oder gar die Beschränkung seiner Welt auf Kulissen für Fantasy-Abenteuer und Spiele greift zu kurz und das möchte ich gern am Beispiel Tom Bombadils aufzeigen.
Auf Ebene der äußeren Betrachtung des Handlungsstrangs oder für eine Analyse der Eigenheiten Mittelerdes, trägt die Tom-Bombadil-Episode im „Herr der Ringe“ nichts Wesentliches bei. Drei Kapitel in einem langen und mächtigen Epos, für sich derart gekapselt, dass man beim Drehbuch für eine vielgelobte Filmadaption unberührt drüber hinweggehen konnte, eine kurze Seitenerzählung die der Autor vermutlich nicht ganz ernst gemeint haben kann, die vielleicht nett geschrieben ist, aber ansonsten kaum der Rede wert, ausgerechnet diese häufig gar als unpassend angesehene Erzählung, ist dennoch immer wieder Thema intensiver Debatten.