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Harmonie und Ästhetik waren ihr immer besonders wichtig. Sie war ein guter Mensch, und dass man das auch von außen her sah, darauf legte sie viel wert. Sie war freundlich, zurückhaltend, ließ anderen gern den Vortritt und genoss es, andere zu beschenken weit mehr, als selbst etwas zu empfangen. Wären andere nur ein bisschen mehr wie sie, dann wäre schon viel erreicht, dachte sie sich häufig.
Auch äußerlich war ihr Auftreten von Sorgfalt geprägt. Sie war reinlich, alles hatte seinen Platz und nichts stand ohne Grund irgendwo im Raum. „Ordnung ist das halbe Leben“ war der Leitsatz, auf den sie einen Großteil ihrer Lebensphilosophie stützte. Unordnung bedeutete Chaos: die unausweichliche Anhäufung von mehr Unordnung in Folge, zunehmend dann auch Schmutz, Zerstörung und entweder mehr Arbeit, oder aber ein völliges Entgleiten.
„Wehret den Anfängen“ kam darum als Motto gleich hinten an, oft direkt in Kombination. Und das tat sie.