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… gibt die Deutsche Bischfskonferenz eine Textsammlung heraus. Sie besteht aus Schriften des Papstes und trägt den Titel:
Der Glaube der Kirche
Ein theologisches Lesebuch aus Texten Joseph Ratzingers
Glaube denen, die die Wahrheit suchen, und zweifle an denen, die sie gefunden haben.
… gibt die Deutsche Bischfskonferenz eine Textsammlung heraus. Sie besteht aus Schriften des Papstes und trägt den Titel:
Der Glaube der Kirche
Ein theologisches Lesebuch aus Texten Joseph Ratzingers
Ein Interview mit interessanten Einblicken, sowohl theoligscher als auch kirchenpolitischer Natur.
Walter Hoeres ist emeritierter Professor für Philosophie, und einer der besonderen „streitbaren Geister“ unserer Zeit. Ich würde mir mehr Christen mit derartigem Engagement wünschen.
Fast jeder, der über das Massaker in Norwegen schreibt, beginnt seinen Text mit Worten der Fassungslosigkeit, mit Hinweisen wie unvorstellbar das Ganze ist, wie krank der Täter sei und wie irrational die Tat sei. Dabei scheint es meistens vor allem darum zu gehen, sich selbst nach allen Richtungen abzusichern und ja keinen Angriffspunkt zu bieten, insbesondere wenn man bis dato Positionen vertreten hat, mit denen sich auch Anders Behring Breivik in seinem Manifest schmückt.
Da ich mir angewöhnt habe, nach Gutdünken alles zu kommentieren, was man mir ungefragt vorsetzt, habe ich mich entschlossen, mich auch zu diesem Thema kurz zu äussern, denn ein Totschweigen wie es sich viele wünschen, ist nach derzeitiger Faktenlage eh nicht mehr möglich. Ich werde mir allerdings verkneifen, mich am oben angedeuteten Wettbewerb „wer findet das abstoßendste Adjektiv” zu beteiligen. Dies mag zwar nicht dem Bedürfnis vieler Leser entsprechen, die sich an detaillierten Beschreibungen und bildhafter Sprache laben, aber ich schreibe ja auch nicht zur Wunscherfüllung, sondern mehr zur Sammlung eigener Gedanken.
Wenn man allein den Altersdurchschnitt in unsren Gemeinden ansieht wird verständlich, warum gerade heute eine ganze Reihe an alten Themen aufbrechen und immer deutlicher auch kichenspalterische Entwürfe veröffentlich werden. (Hier ein Beispiel: Bildung einer neuen Sekte)
In Mannheim hat am 9.7.2011 der von der Deutschen Bischofskonferenz (DBK) initiierte Dialogprozess zwischen Episkopat (Bischöfen) und (selbsternannten) Vertretern der Laien seinen Anfang genommen. Wie man es von derartigen Veranstaltungen erwartet, wurde rege diskutiert und das Ergebnis mit Buntstiften festgehalten: Am Ende standen 39 Wünsche auf den Flipcharts im Raum.
Als Vorbereitung auf den diesjährigen Papstbesuch blasen die üblichen Verdächtigen zum Angriff. Etwa 30 Gruppen hielten laut Information der Tagespost Kriegsrat, um sich möglichst effektiv gegen die Kirche in Stellung zu bringen.
Gut kann man sich vorstellen, wie die Vertreter der männlichen Homo-Lobby nach dem Treffen in einer ihrer Kneipen beisammensaßen und über die Frauen hergezogen haben, die ihnen Zugeständnisse am Demoverlauf aufzwangen. Ebenso kann man sich die weiblichen Diskutantinnen vorstellen. Friedfertigkeit und Sanftmut ist nicht gerade Charisma der hier versammelten Gruppierungen und selbst das sonst so eifrig vorgehaltene Toleranzthema zeigt offene Risse. (Ob hier der Grund für das Fehlen evangelisch-kirchlicher Gemeinschaften liegt? Antipapststimmung wäre doch ein klassisches Thema – oder ist man schlicht zu feige? Respekt vor der Ökumene kann es im Hinblick auf die sonstigen Aktivitäten sicher nicht sein.)
Wenn jemand eine lange und beeindruckende Tradition des Feierns hat, dann die katholische Kirche mit all ihrer Pracht, ihren Symbolen, Riten, mit ihrer weltweit verbreiteten schillernden Liturgie. Wenn es irgendwo bedeutende Anlässe gibt, Staatsakte, Präsentationen oder auch private Festlichkeiten, stehen sie nicht nur bis zur Hüfte, sondern meist bis über den Hals in kirchlichen Traditionen.
Sicher mag es nicht immer geschickt sein, allzu deutliche Worte zu finden. Man kann Leuten auf die Füße treten, sie dadurch abschrecken, „vor den Kopf stossen” wie oft angeführt wird, oder gar beleidigen. Natürlich ist das alles unschön, doch auf der anderen Seite reden deutliche Worte nicht um den Brei herum und dienen damit der Wahrheit. Wer sich von Formulierungen abgestoßen fühlt, mag dies als Vorwand für eine inhaltliche Ablehnung nutzen, die er öffentlich nicht eingesteht. Gedient ist mit einer schwammigen Aussage letztlich keinem, abgesehen von einer vorübergehenden und meist trügerischen Ruhe, die nicht zuletzt verdeckte Agressionen schürt.
Aus diesem Grund heisst es in der Offenbarung 3,15/16 wohl auch:
„Du bist weder kalt noch heiß. Wärest du doch kalt oder heiß! Weil du aber lau bist, weder heiß noch kalt, will ich dich aus meinem Mund ausspeien.”
Der erste Mai 2011 ist für viele Katholiken ein besonderer Tag: Der Papst, mit dem sie über 26 Jahre ihres Glaubenslebens aufgewachsen sind, der die Kirche im Licht des Zweiten Vatikanums wie kein anderer modernisiert hat, der durch sein persönliches Vorbild im Glauben, seine tiefe Frömmigkeit, weit über das Christentum hinaus beeindruckt hat, wird zum Seligen der Kirche erklärt.
In einem Artikel vom 27. April 2011 liest man in der Zeitschrift „Junge Freiheit“ erstaunliches über einen Verein der „Freunde der Gärten der Welt“. Dieser habe eine Umbenennung des „christlichen Gartens“ gefordert, eines Bereichs im neuen Marzahner Erholungsgebiet „Gärten der Welt“. Als Begründung punktet der Verein mit Aussagen wie der, dass „es in der Geschichte der Gartenkunst nie einen originär christlichen Garten gegeben“ hätte, oder dass es bereits wütende Proteste von Besuchern gebe, die eine „Christianisierung“ beklagten, die nach Aussage des Vereinsvorsitzenden „am Beginn des 21. Jahrhunderts ausgerechnet in der weltoffenen Stadt Berlin“ nicht sein müsse. Ein islamischer Garten hingegen würde begrüsst, weil der Paradiesgarten schon im Koran erwähnt sei. Die Namensgebung stelle Muslimen gegenüber ein „fatales Zeichen“ dar — Christen gegenüber scheint der Verein sein Vorgehen hingegen als angebracht zu empfinden.