Antidiskriminierung. Wir haben verlernt, gut auszuwählen.

Die Monarchie, so heißt es, ist nur dann gut, wenn man den richtigen Monarchen hat. Dies sicherzustellen ist aber nicht einfach. Langjährige Erziehung, von Kindesbeinen an sollte gegen Hochmut und fehlende Erfahrung schützen, eine Garantie gibt es aber nicht.

Lange galt die Demokratie als Lösung dieses. Die Regierung wird nur befristet gewählt, so dass selbst bei Fehlern die Zeit des Missstandes begrenzt wäre. Parteien und Wahlen sollten Kandidaten im Vorhinein schon bestmöglich ausfiltern.

Sieht man sich die Ergebnisse an, kann man aber durchaus am Erfolg dieses Rezeptes zweifeln. Sind Trump und Clinton wirklich die für das Präsidentenamt meist qualifizierten Amerikaner? Sieht es in den Reihen unserer Politiker besser aus?

Die Frage lässt sich aber auch auf andere Bereiche ausweiten. Spielen zur Weltmeisterschaft tatsächlich Deutschlands beste Spieler? Man könnte den Eindruck bekommen, dass auf den Tournieren der meisten Dorfvereine qualifizierte Talente zu sehen sind.

Oder wie sieht es in der Kunst aus? Sind diejenigen, deren Gemälde die Galerien schmücken, unsere talentiertesten Meister?  Sind die Schauspieler, Sänger und Entertainer, die unsere Casting-Shows gewinnen das Beste, was wir zu bieten haben? Oder gar diejenigen, die auf den Bildschirmen nahezu omnipräsent sind?

Mir scheint es, uns fehlt eine brauchbare Methode, aus Gruppen von Menschen jene auszuwählen, die für eine Aufgabe am geeignetsten sind. Wo könnten wir technisch stehen, wenn uns das gelänge?

Solange wir hier zu keinem befriedigenden Ergebnis kommen, sollten wir den sogenannten Experten, den Prominenten und Moralaposteln mit noch größerer Vorsicht begegnen.

Thod Verfasst von:

Glaube denen, die die Wahrheit suchen, und zweifle an denen, die sie gefunden haben.

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