Minderheiten, sagt man, geben den Ton an.

Dieser Satz trifft sicher in vielen Fällen zu, doch brauchen Minderheiten einen Resonanzkörper, der ihnen zum Durchbruch verhilft.

Lange Zeit habe ich dem, wie ich nun meine, Irrtum unterlegen, die Gräuel, die mit linken Diktaturen einhergehen, und Diktaturen stehen politisch immer links, lägen in der Verantwortung weniger überzeugter Ideologen. Gerade in den letzten Jahren sehe ich aber immer deutlicher, wie sich autoritäre Strukturen, breit unterstützt und völlig ungeniert, vor aller Augen aufbauen.

Derzeit sind wir noch entfernt von einer klassischen Diktatur, auch wenn wir die Grenzen des Rechtsstaats bereits überschritten haben. Der Prozess, in dem sich unsere Gesellschaft befindet, lässt dennoch schon jetzt einen guten Einblick in die Motivationen der Akteure einer sozialistischen Gesellschaft zu.

Als tonangebende Minderheit kann leicht der engere Kreis um die Bundesregierung mit den ihnen zuschreibenden Medienvertretern ausgemacht werden, worüber bereits viel gesagt worden ist. Beunruhigender und weitaus weniger im Fokus stehend ist hingegen der Resonanzkörper.

Es sind die Menschen, mit denen man regelmäßig zu tun hat, die harmlosen und nicht selten gutgläubig oder uninteressiert wirkenden, die den Nährboden für letztlich tödlichen Extremismus darstellen. Verbunden mit jenen, die sich moralisch auf einer überlegenen Position wähnen und andere gerne mit erzieherischem Pathos von ihren Ideen zu überzeugen suchen, zeigen sie ein anschauliches Bild der zukünftigen Henker.

Keine Frau Merkel mit ihrem Gefolge, kein Herr Schulz, kein Erdogan, Putin oder Trump sind für die Demokratie gefährlich. Wir sind es selbst.

Thod Verfasst von:

Glaube denen, die die Wahrheit suchen, und zweifle an denen, die sie gefunden haben.

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